Über

Mit Fehl am Platz meinen wir das Gesamtkunstwerk aus Party, unerwünschtem Gartenbau, Workshops und kulinarischen Ausschweifungen, mit dem wir als Studierende auf den neuen Campus reagiert haben.

Beinahe vier Jahre ist es her seit wir begonnen haben, den Campus der Hochschule für Gestaltung in Basel aufzumischen. Nun hat die Hochschulleitung unsere letzten Spuren verwischt und den Strebergarten entsorgt – über Nacht und ohne Rücksprache. Damit hat sie unser Projekt definitiv beendet, nicht ohne ein letztes Mal eindrücklich zu beweisen, was ihr an der Meinung der Studierenden gelegen ist – NADA!

Wir nehmen das zum Anlass, selbst einen Schlussstrich zu ziehen und mit dieser Webpage ein Archiv unserer Aktionen zu schaffen. Mit dem Wissen, dass unsere Freundschaften und Netzwerke immer noch Bestand haben, fällt uns auch der Abschluss erheblich leichter.

Fehl am Platz, das sind eine Handvoll junge Gestalterinnen, Gestalter und Kunstschaffende, die den Campus der Künste im Dreispitz während den ersten drei Jahren belebten. Fehl am Platz waren wir nur am Campus der Künste – in der Stadt leben viele davon weiter.

Die einzelnen Initiativen in der Übersicht:
Ping Kong
Strebergarten
Foodsharing
Zur Bleibe
Hasoso
Segelstadt „Eine Expedition“

Die AktivistInnen:
Alexandra Stöckli, Anna Cordasco, Balz Scheidegger, Celine de Grenus, Charlotte Klinkvort, Claudia Bachmann, David Safranek, Daniel Nikles, Fabienne Duc, Fidel Stadelmann, Franziska Schüpbach, Gabriel Kiefer, Giannina Ronchetti, Josephine Weber, Juan Dietz, Jannik Roth, Kevin Spahija, Lara Bachmann, Lea Rüegg, Leon van der Eltz, Lukas Oppler, Marc Hörler, Martina Ettlin, Meret Burkhalter, Michele Heer, Michelle Ente, Monika Iseli, Moritz Praxmarer, Nadine Cueni, Njomza Sadikaj, Nora Fankhauser, Olivia Schneider, Pauline Jahn, Raphaela Grolimund, Salome Lützelschwab, Silvan Rechsteiner, Song Vega, Sonja Käser, Sophia Schindler, Stefano Pibri, Taru Schmid, Timon Wülser, Xheni Alushi, Yanik Soland

Die fehl-am-platz.ch verantwortlichen AktivistInnen:
Fabian Ritzi, Flurina Brügger, Hanes Sturzenegger, Lino Bally
Hast du Fragen?

Ping Kong

Campus verspricht Austausch, Synergie und Aufbruch.
Deshalb haben wir einmal monatlich eine Pingpong-Bar am Campus Dreispitz organisiert. Unser Ziel: Begegnung und Austausch, keine stocksteifen Networking-Events, sondern lässige Abende mit guter Musik, Essen, Bier, Wein und Pingpong. Gleichzeitig war Ping Kong ein Feldversuch zu selbsorganisierter Projektarbeit mit Studierenden aus verschiedenen Instituten.

Pingkong Tumblr

Strebergarten

Gähnende Leere, grau in grau.
Gemeinsam stecken wir die Hände in die Erde, weil wir uns den Platz begrünt und lebendig erträumen. Wir wollen uns mit dem Ort identifizieren, uns einbringen und auch andere zur Mitgestaltung anregen.
Wir säen an, bepflanzen und beleben, es spriesst und beginnt zu wachsen.  Gemütliche Nischen entstehen, eine zuvor nicht dagewesene Atmosphäre, die Platz bieten soll für Begegnung,  ein bisschen Ruhe und Erholung. Dadurch stärken wir direkt und indirekt die Vernetzung unter den Studierenden.

Strebergarten Facebook Page

Foodsharing

Foodsharing ist eine Plattform mit deren Hilfe sich Menschen vernetzen können, um Lebensmittel zu retten, die nicht mehr verkauft werden. Diese werden bei Läden, HändlerInnen oder LandwirtInnen abgeholt und kostenlos weiterverteilt. Weiter können auch Lebensmittel vom eigenen Haushalt auf der Webseite als sogenannte Essenskörbe aufgeschaltet werden, um diese ebenfalls kostenlos anderen FoodsharerInnen anzubieten.

Auf dem Campus der Künste wird seit 2015 ein Foodsharing Fairteiler betrieben,  bei dem sich Studierende gratis bedienen können.

Mach mit auf www.foodsharingschweiz.ch

Zur Bleibe

Zur Bleibe ist eine von einem jungen Basler Kollektiv gegründete Initiative, deren Ziel es ist, in der Bevölkerung die Wahrnehmung von asylsuchenden Personen zu verändern und zu fördern. 

Wir versuchen Wege zu finden, um Asylsuchenden in ihrem oftmals langen und unsicheren Asylverfahren eine Anlaufstelle zu bieten, bei der sie die Basler Bevölkerung kennenlernen und an verschiedenen partizipativen Projekten teilnehmen können.

Wir möchten die diskriminierenden Gesetze und Regelungen, welche es Menschen im Asylprozess erschweren einer geregelten Arbeit nachzugehen, öffentlich thematisieren und Argumente dafür erarbeiten, den Einstieg in die Arbeitswelt für Asylsuchende zu erleichtern.

Unser momentanes Lokal , die „Anationale Küche für Spontanes“ an der Müllheimerstrasse 157, ist ein Ort, wo sowohl kultureller Austausch stattfindet als auch (Koch-, Tisch- und weitere) Gemeinschaften entstehen. Für Sans-Papiers, Menschen im Asylverfahren ebenso wie für Menschen mit oder ohne Schweizer Pass.

Für Menschen eben.

Alle Aktionen finden auf Kollekten-Basis statt.

Zur Bleibe Facebook Page

Hasoso

Die mobile Grossküche Hasoso hat anfangs mit zusammengetragenem Küchenmaterial und Lebensmitteln aus Containern und vom Foodsharing-Netzwerk für PingKong-Veranstaltungen gekocht. Diese Leidenschaft hat sich schnell ausgeweitet auf Projekte ausserhalb des Dreispitz. So kocht das Kollektiv an Demos, Kunstevents, Festivals oder für eigene Projekte in Basel. Hasoso ist Teil eines Netzwerkes von mobilen Küchen und kooperiert so europaweit für Grossveranstaltungen. Momentan baut das Kollektiv seine Küche aus, um tausende Menschen mit gutem Essen verwöhnen zu können.

hasoso.ch

Segelstadt „Eine Expedition“

Aus Initiative der Gruppe Segelstadt haben wir während der Projektwoche „Creating Forms of Life“  ein selbst-organisatorisches soziales Experiment auf dem Vorplatz der Hochschule für Kunst und Gestaltung (HGK) durchgeführt und im Zuge dessen die ganze Woche dort gelebt.

Möglichst minimalistisch, mit grösstenteils vor Ort gefundenen Materialien und vorhandener Infrastruktur verwandelten wir den Vorplatz für eine Woche in eine belebte Oase.

Im Jetzt widmet sich Segelstadt alternativen Modellen für die sozialen, ökologischen, wirtschaftlichen und ästhetischen Praktiken, und lebt so ein vielfältiges und integratives Programm in den Bereichen Ernährung, Arbeit, Wohnen,  Gestalten und Lernen.

 

Reisebericht der Expedition

Fragen?

info@fehl-am-platz.ch

oder:

Morgen werde ich Idiot, Kybernetik und Kontrollgesellschaft – Hans Christian Dany
Handbuch der Kommunikationsguerillia – Assoziation A
Das eigentliche Übel – Michel Serres
Dark Matter and Trojan Horses, A Strategic Design Vocabulary – Dan Hill
Rhizom – Gilles Deleuze, Felix Guattari
Alles von Kafka
The Uses Of Disorder – Richard Sennett
Warum ist Landschft schön? – Lucius Burckhardt
Antifragilität: Anleitung für eine Welt, die wir nicht verstehen – Nassim Nicholas Taleb
#Akzeleration – Armen Avanessian (Hg.)
Walking out of contemporary – Lorenzo Romito
Commons – Muster des gemeinsamen Handelns